Datum Erfahrungsbericht

25.05.2004

Vor genau 3 Wochen bin ich hier in Sydney angekommen. Die ersten Paar Nächte habe ich in einem Hotel in der Nähe der Uni verbracht, das Jürgen und Christine für mich organisiert hatten. Christine und Jürgen hab ich vor ein paar Jahren über einen Verwandten kennengelernt. Jürgen ist hier Professor an der UNSW (University of New South Wales) und Christine ist eben gebürtige Todtnauerin. Ich hab sie dann auch gleich am anderen Tag dann an der Uni getroffen. Sie haben mir auch bei der Wohnungssuche beiseite gestanden. Dies war aber am Anfang ein wenig Umständlich. Ich hatte am Anfang mal ein Zimmer in einer 4er WG in Coogee in Aussicht. Allerdings wurde dieses erst am 17 Mai frei, und die Bewohner haben sich ein wenig Zeit gelassen, zu entscheiden, wen sie nehmen werden. Leider hatte ich keine Chance. Die Jungs in der WG hatten sich entschieden, lieber ein Mädel zu nehmen. Während dieser Zeit bin ich dann in ein Backpackers in Coogee Beach umgezogen, um ein bißchen mehr Kontakt zu anderen Leuten zubekommen. Ach ja, ich habe euch ne Karte von Sydney angehängt, damit ihr euch ein wenig orientieren könnt. Das mit dem Kontakt hat dann auch gleich super geklappt. Im Backpackers habe ich ein paar verrückte Engländer kennengelernt, mit denen ich dann ein paar mal durch die Pubs in Coogee gezogen bin. Anstatt Happy Hour wie in Deutschland, haben die hier ein Spiel genannt "Toss the Boss". Man bestellt, und dann wird ne Münze geworfen und muss wählen Heads or Tail. Gewinnt man, bekommt das Trinken umsonst. Verliert man, muss man bezahlen. Kann nur sagen, der eine Abend war recht günstig... :)

Nachdem ich dann eben erfahren habe, dass das mit der Wohnung nocht klappt, habe ich mich natürlich gleich weiter umgeschaut. Auch hierbei waren Jürgen und Christine sehr hilfreich. Haben mich überall hingefahren, um die Wohnungen anzuschauen. Hierfür nochmals ein dickes Danke Schön!!! Ich bin dann auch gleich mal fündig geworden. Und zwar in Maroubra. Das ist ein wenig südlicher von Coogee. Ich habe es jetzt zwar ein wenig weiter bis zur Uni, aber ich wohne dafür nur etwa 300m vom Strand entfernt :) Eigentlich habe ich es echt glücklich getroffen. Ich wohne in einem Haus, und habe den 2ten Stock fast für mich alleine. Ich teile ihn noch mit einem Chinesen, der aber fast nie hier ist, weil er immer an der Uni ist zum arbeiten. Er ist ein Prof. aus Shanghai und ist für 2 Monate hier an der UNSW. Meine Vermieter sind auch super ok. Es ist ein Junges Ehepaar und beide etwa Anfang 30. Verstehe mich echt prächtig mit ihnen.

An der Uni läuft auch noch alles bestens. Mein Supervisor, bei dem ich mein Praktikum mache ist voll nett. Musste zwar zuerst an einem anderen Projekt mitarbeiten als vorgesehen, aber das habe ich jetzt fast abgehakt, und arbeite jetzt auch schon an dem Projekt das mich am meisten interessiert "Suche nach Extra-solaren Planeten". Nächste Woche gehe ich dann für eine Woche an ein Observatorium das etwa 8 Stunden mit dem Auto Nordwestlich von Sydney in den Bergen liegt. Freu mich schon richtig drauf. Allerdings wird es recht anstrengend werden. Wenn ich dann die ganze Nacht wach sein muss. Dabei hab ich doch erst meinen Jetlag so richtig hinter mich gebracht.

In der Stadt, war ich auch schon ein paar mal. Ich kann nur sagen: genial. Sydney ist eine der schönsten Städte die ich bisher gesehen habe. Ok, so viele Großstädte habe ich bisher auch noch nicht gesehen, aber Sydney ist echt genial. Vorallem kommt man in der Innenstadt auch zu Fuss rum. Natürlich habe ich mir gleich mal das Opern Haus und die Harbour Bridge angeschaut. Ist irgendwie ein wahnsinniges Gefühl, wenn man die Harbour Brigde und die Oper immer nur von den Bildern kennt, und man dann endlich davor steht. Richtig überwältigend. In der Stadt habe ich dann noch Niki und Warren getroffen. Für die, die nicht wissen wer Niki und Warren sind: mit Niki bin ich Jahrelang in die Schule gegangen, und ist eben auch grad hier in Australien, und Warren ist ein ehemaliger Freund von ner Freundin von mir, der in Manly wohnt. Bis nach Manly hab ich es bisher leider noch nicht geschafft, aber ich hoffe, das wird sich das Wochenende noch ändern.

Abends war ich natürlich auch schon in der Stadt. Da wirds einem auf keinen Fall langweilig. War da mit nem anderen Deutschen und 2 Österreichern unterwegs. Waren zuerst im Löwenbräu ein paar Weizen trinken, und sind dann noch in nen Pub mit Live Musik gegangen. Stefan (der Deutsche) wollte noch in ne Bar, die ganzen oben in nem Wolkenkratzer ist. Musste ihm aber den Gedanken gleich wieder aus dem Kopf schlagen, da ich es ja nicht mal in Freiburg schaffe ins Kagan zukommen :) (Vielleicht liegt es daran, das wir das in Freiburg immer erst auf dem Heimweg aus der Stadt versucht haben. Den Rest könnt ihr euch ja denken....). Das einzigste Manko ist halt, das man dann wieder mit dem Bus heimfahren muss, und der braucht etwa 40min obwohl es kaum 10km sind.

23.08.2004

So, dachte nach 3 Monaten wird es endlich mal wieder Zeit fuer einen kleinen Eintrag in mein „Tage“buch. Bin leider etwas schreibfaul geworden in der letzten Zeit. Wo soll ich anfangen? Ich glaube als ich das letzte mal geschrieben habe, war ich kurz davor von der Uni aus an die Teleskope in Siding Spring zu gehen. Das war dann wohl Ende Mai. Siding Spring ist etwa 8 Stunden mit dem Auto von Sydney entfernt und liegt in der Mitte des Warrumbungle National Park. Auf dem Berg dort standen dann eben eine Reihe Teleskope von denen wir 2 benutzen konnten. Ich verbrachte dann auch fast den ganzen Juni bei den Teleskopen. Anfangs hatten wir kein Auto dabei, und da der naechste Ort etwa 30km entfernt war, waren wir da auf dem Berg ganz schoen von der Auußenwelt abgeschnitten. War aber nicht so schlimm, da wir auser fürs Schlafen (tagsdurch) und Beobachten (nachts) eh keine Zeit für irgendwelche anderen Aktivitäten hatten. Im großen und ganzen war es eine super Erfahrung mit den Teleskopen "rumzuspielen". Allerdings war es doch recht anstrengend, da die Nächte im Winter ja bekanntermaßen recht lange sind. Außerdem war es recht frisch auf dem Berg, und in der "Cottage" in der wir schlafen konnten, hatte keine Nennenswerte Heizung. War von dem her ab und zu recht kalt. Es hatte sogar mal geschneit!!! Das war dann so das absolute Highlight hier oben :) Aber das konnte uns "hartgesottenen" Astronomen natürlich nicht einschüchtern. Aber könnt ja selber mal schauen, wo ich den Juni verbracht habe, hab ein paar Bilder davon auf unserer Homepage stehen.

Im Juli war dann bei mir nicht mehr so viel los. War erst mal wieder froh in Sydney zu sein, und jetzt endlich richtig mit dem Surfen anzufangen. So sieht mein tagesablauf seither auch immer gleich aus. Morgens surfen, und dann an die Uni. Kann mich deswegen wirklich nicht beschweren. An der Uni gefällt es mir immernoch herrvoragend. Allerdings läuft es für unser Projekt, an dem ich mitarbeite, nicht wirklich rund. Hatten in der letzten Zeit ein paar herbe Rückschläge. Vielleicht erinnert ihr euch noch, das wir nach Exoplaneten suchen, sprich Planeten, die um andere Sterne kreisen. Als ich hier angekommen bin, hatten sie etwa 5 Sterne, bei denen es der Fall sein könnte. Nachdem wir aber nun die Daten von unserer Arbeit an den Teleskopen ausgewertet haben, sieht es wohl so aus, das keiner der Kandidaten ein Exoplaneten haben dürfte. Echt schade. Von dem her wird es bei mir an der Uni in der nächsten Zeit ein wenig spannend sein, wie das Projekt jetzt weitergeht.

Zwischenzeitlich bin ich an der Uni dem Boardrider Club beigetreten. Der Club trifft sich am Wochenende immer zum surfen. Wir gehen dafür immer nach Bondi. Zuerst surfen wir ne Runde und gehen dann irgendwo frühstücken. Im Club selber sind fast alles International Students. Muss ehrlich sagen, dass ich auch noch nicht gerade viele Australier kennengelernt habe. In der Fakultät für Astrophysik sind es ja auch meistens Studenten von "Overseas". In 2 Wochen gehen wir dann mit dem Boardridersclub für ein Wochenende auf einen kleinen Surftripp. Werden aber nicht allzu weit wegfahren. So wie es im Moment aussieht, werden wir uns ein Haus gerade noerdlich von Sydney irgendwo in Strandnähe mieten und dann den ganzen Tag beim Surfen verbringen. Freu mich auch schon riesig drauf. Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Ozean auch mitspielt und uns ein paar Wellen für das Wochenende vorbei schickt.

Hmmm, was gab es sonst noch aufregendes? Vor ein paar Wochenende war ich abends auf einer Harbour Cruise mit dem Underwater Club (Tauch Club). Die veranstalten jedes Semester eben ne Harbour Cruise auf die man auch als nicht Mitglied des Tauchclubs mit gehen kann. Allerdings hat der ganze Spass $35 (~25EUR) gekostet. Dafür waren dann aber alle Getränke umsonst und nen DJ war auch noch mit an Board. So bin ich dann mit nem Kumpel und etwa 50 weiteren Studenten (wieder nur International Students, der größte Teil davon Amerikaner) 4 Stunden lang im Hafen rum geshippert und hab versucht die $35 mittels Freibier wieder gut zu machen. Ach ja, und Pizza gab es auch noch. Im großen und ganzen war es ein recht witziger Abend...

So, viel mehr gibt es bei nicht zu erzählen. Bei mir passiert hier ja auch nicht allzu viel, da ich bisher auch noch nicht die Zeit hatte um rumzureisen. Muss ja täglich an die Uni. Das wird sich aber hoffentlich noch ändern. Mal schauen....

29.08.2004

Letzte Woche habe ich besuch bekommen von nem Kumpel und ein Freund von ihm, Martin und Wolfgang. Sie sind gerade hier auf Urlaub und sind eben letzte Woche in Sydney vorbeigekommen. Da bei mir gerade ein Zimmer frei ist, war es auch kein Problem das sie bei mir in der Wohnung für ein paar Nächte übernachten konnten. Am ersten Abend haben wir uns dann auch gleich mal entschlossen ein paar Weizen im Löwenbräu Keller trinken zu gehen. Das hat mal wieder richtig gut getan, nach ein paar Monaten endlich mal wieder ein richtiges Weizen zu trinken. Löwenbräu sei Dank... Nach dem Löwenbräu Keller sind wir dann in das 3 Wise Monkeys gegangen. Keine Ahnung, ob ich ihn schonmal erwähnt habe, aber das ist ein recht netter Pub in der Innenstadt in dem jeden Abend eine Live-Band spielt. Allerdings sind wir da nicht allzulange geblieben, da wir ja noch eine "lange" Busreise zurück nach Maroubra vor uns hatten, und wir am anderen Tag in die Blue Mountains wollten.

Da die beiden eben mit einem Mietwagen unterwegs waren, sind wir eben am nächsten Tag Richtung Blue Mountains gefahren. Das ist ein Gebirgszug östlich von Sydney und man braucht mit dem Auto ungefähr so 2 Stunden um dahin zukommen. Es ist auch ein beliebtes Ausflugziel der "Sydney'aner" (keine Ahnung wie es wirklich heißt). Dort angekommen haben wir uns erstmal die Wentworth Falls angeschaut und sind dort für ne Stunde rumgewandert. Also die Wentworth Falls kann man wirklich empfehlen. Von dem Wasserfall haben wir zwar nicht allzuviel gesehen, da wir sonst ein wenig länger hätten laufen müssen und wir die Zeit nicht hatten, aber es ist einfach eine grandiose Schlucht mit genialen Ausblicken. Die Wentworth Falls kann man wirklich jedem empfehlen, der mal in Sydney vorbei kommt und in die Blue Mountains fährt. Danach ging es noch weiter an einen weiteren Ausblick Punkt, dem Echo Point. Hat mir aber nicht allzu sehr gefallen. Dort war es wirklich Tourismus pur. Von dem Echo Point hatte man dann eben ne Aussicht auf die 3 Sisters. Das sind halt einfach 3 Felsen, die aus dem Gebirge herausragen, aber könnt ihr ja selber auf den Bildern sehen. Muss sagen, ich fand das jetzt wirklich nicht so beeindruckend. Wusste auch nicht so recht, wieso dort alles so touristisch ausgelegt war wegen den Felsen. Da haben mir die Wentworth Falls besser gefallen. Das einzig beeindruckende war halt, das man wieder in eine Schlucht von schier unendlichem Ausmaß blickt. Wir haben uns dann dor auch nicht allzu lange aufgehalten. Wir haben uns entschieden lieber noch im Sydney Olympic Park vorbeizuschauen, da er sowieso gerade auf dem Heimweg liegt. So hab ich es auch zu Olympia geschafft, zwar 4 Jahre zu spät und in der falschen Stadt, aber wir waren wenigstens während den olympischen Spielen da :) Allerdings war es dort wie ausgestorben. Trotzdem war es richtig beeindruckend. Mir kam es vor, als ob man in einem riesigen Architektonischen Kunstwerk steht. Wirklich toll. Leider hätte man halt wirklich 4 Jahre früher dran sein sollen. Aber man konnte sich wirklich vorstellen was für eine tolle Stimmung da geherrscht haben muss, als die Spiele in Sydney waren. Leider konnte man aber keines der Gebäude besichtigen, und das "Telstra Stadium" hat zwar Führungen abgeboten, wir hatten aber gerade die letzte verpasst. Schade...

Abends waren wir dann noch zusammen Thai Essen. Lecker...

Am nächsten Tag sind die beiden dann wieder weitergereist. Sie werden dann Mitte September nochmals für ein paar Tage vorbeikommen, bevor sie dan wieder zurück nach "good old" Germany fliegen. Möchte mich aber auf diesem Wege nochmals bei den beiden bedanken, das ich mitkommen konnte in die Blue Mountains und das sie bei mir auch wieder die Reiselust geweckt haben.

05.09.2004

Bei mir ist in letzter Woche recht viel passiert. Gutes als auch schlechtes.

Fangen wir mit dem schlechten an. Ich habe mich letzte Woche am Donnerstag beim surfen leider verletzt. Der Surf war recht gross. Ich war mit nem Kumpel, James, den ich durch den Boardridersclub kenne, hier in Maroubra surfen. Leider bin ich dann nach nem "Wipe Out" von meinem Board getroffen worden. Besser gesagt, ich bin von einer der Finne vom Board im wahrsten Sinne des Wortes am Hals "aufgespiest" worden. Ich habe mir ne ziemlich tiefe und klaffende Wunde am zugezogen. Ich musste dann auch ins Krankenhaus und wurde dann dort unter Vollnarkose wieder zusammengeflickt. Gluecklicherweise war eben James noch dabei beim surfen. Er hat mich dann auch noch in das Krankenhaus begleitet. Als ich dann so da lag, und ich von den Ärzten untersucht worden bin, kam uns die Idee, Bilder von der Wunde machen. Bis dahin wusste ich noch nicht, wie schlimm die Wunde ist, aber von dem Blutverlust und den Reaktionen der Leute die die Wunde angeschaut haben, wusste ich, das es wohl ziemlich ecklig sein muss. Ne Schwester hat nur gemeint, sie schafft ja schon lange im Krankenhaus, aber sowas hat sie schon lange nicht mehr gesehen. So ist James dann eben schnell heimgedüst, und hat neben ein paar Klamotten für mich, da ich ja nur ne Wetsuit an hatte, noch ne Kamera mit gebracht. Ich habe die Bilder hier, weiss aber noch nicht so genau, ob ich sie ins Netz stellen soll. Sie sind wirlich ecklig. Der Schnitt ist wirklich tief. Als Laie würde ich sagen, das er fast bis zur Speiseröhre rein geht. Also, falls ich die Bilder ins Netz stelle, seid gewarnt!!!!!!!!!!!!!!!!! Eklig!!!!!!!!!!!!

Das blöde an meinem Surfunfall war noch das es gerade ein Tag vor dem Surftrip mit dem Boardridersclub nach Killcare war. Da ich jedoch keine Schmerzen hatte, hatte ich mich entschlossen trotzdem mitzugehen, obwohl ich es mir nicht möglich war ins Wasser zu gehen. Es hat mir aber dennoch viel Spass gemacht einfach nur dabei zu sein. Ich hab fast die ganze Zeit damit verbracht am Strand zu sitzen und Bilder zu machen wie die anderen Surfen. Ach ja, Killcare ist ein kleiner Ort etwa 90km nörldlich von Sydney. Dort haben wir uns, 16 surf verrückte, ein Haus für das Wochenende angemietet. Es war ungefähr ein paar Hundert Meter vom Strand entfernt an einer Steilklippe gelegen. Leider war das surfen an dem Strand das ganze Wochenende durch nicht möglich, da die Wellen nicht mitspielten. So sind wir dann jeden Tag an einen anderen Strand, weiter nördlich gelegen, gefahren. An dem Strand war es aber echt super schön. Zum Glück hatte wir auch noch schönes Wetter. Wenn es mal geregnet hat, dann nur Nachts. Abends gab es dann nach der ganzen surferei als ein riesiges "Cookout". Das heisst wir hatten am Freitag unmengen von Fleisch fürs Barbecue gekauft. Und so wurde dann auch jeden Abend der Grill angeworfen und gefeiert. Leider konnte ich aber auch kein Alkohol trinken, da ich Antibiotika nehmen muss. War aber nicht so schlimm für mich, denn man kann ja auch ohne Alkohol gut drauf sein.... :) Der Surtrip war wirklich ne super Erfahrung, und ich hatte endlich mal wieder die Möglichkeit aus Sydney raus zukommen. Ich hoffe nur, das ich beim nächsten Surftrip, einer steht noch an mit dem Boardridersclub, dann auch wieder surfen kann. Aber wie gesagt, auch wenn ich nicht surfen konnte, war es ein klasse Wochenende!

So, was steht bei mir noch in nächster Zeit an? Am Dienstag hab ich wieder ein Termin im Krankenhaus. Mir wurde gesagt, das ich diese Woche noch die Nähte rausbekommen soll. Ich hoffe, das dann auch gleich am Dienstag passiert. Mal sehen... In eineinhalb Wochen kommen dann noch Martin und Wolfgang wieder nach Sydney zurück bevor sie wieder nach Deutschland zurück fliegen. Werden dann sicherlich noch ein wenig die Stadt unsicher machen :)

Werd euch alle auf dem laufenden halten, wie es bei mir weitergeht!


06.09.2004

Ich habe mich entschlossen die Bilder von meinem Surfunfall doch in das Netz zu stellen. Aber seid gewarnt, die Wunde sieht ziemlich eklig aus!!!!! Ich kann mich wirklich immer nur wiederholen!!! Mich "stellt" es fast immer, wenn ich die Bilder sehe.

22.09.2004

So, bei mir ist in letzter Zeit wieder einiges passiert. Besser gesagt letzte Woche. Da sind Wolfgang und Martin nochmals zu mir für eine Woche auf Besuch bekommen, bevor sie dann letzten Montag wieder nach Deutschland zurück geflogen sind.

Wie gesagt, die beiden waren für ne Woche hier und konnten auch wieder bei mir in der Wohnung wohnen. Ich habe mich dann bei vielen von ihren Unternehmungen angeschlossen, da es hier ein paar Sachen gab, die ich auch noch nicht gemacht habe. So sind wir dann gleich anfangs der Woche auf den Turm in der Innenstadt gegangen. Die Aussicht von da oben ist wirklich das Geld für den "Eintritt" wert! Für alle die nach Sydney kommen, das sollte man unbedingt machen. Man kann bis zu den Blue Mountains blicken und den Ausblick über den Hafen mit der Harbour Bridge ist wirklich fantastisch. Ihr könnt euch ja mal die Bilder anschauen, die ich von da oben gemacht habe (ihr findet sie unter "Sydney"). Da der Turm recht lange offen ist, es befindet sich auch noch ein Drehrestaurant drin, haben wir uns überlegt, dass wir vielleicht nochmal bei Nacht hochgehen sollten. Aber leider hatten wir dazu am Ende leider keine Zeit mehr.

Als weiteres sind wir noch mit der Fähre nach Manly gefahren. Da die Fähre dazu durch den ganzen Hafen und die Bucht fahren muss, kann man Manly und ne Hafenrundfahrt in einem erledigen. Das schönste ist, wenn man mit der Fähre dann wieder zurück nach Sydney fährt und man dann Sydney mit der Harbour Bridge und der Oper erblicken kann. Für mich ist das eine der schönsten Aussichten auf Sydney, vorallem kurz vor Sonnenuntergang. Einer der Höhepunkte der Woche war dann, als wir in den Zirkus "Cirque du Soleil" gegangen sind. Ich bin normalerweise ja kein so wahnsinniger Zirkus Fan, aber das hat mir wirklich super gefallen. Es war auch kein Zirkus im herkömlichen Sinne, so gab es keine Tiere. Sondern es waren ne Show mit viel Musik und Artisten. Ich bin der Meinung das man es schon fast eher mit einem Musical vergleichen konnte, ausser das eben nicht gesungen wurde zur Musik, sondern Kunststücke aufgeführt wurden. Es war echt genial.

Den Walk entlang der Küste von Maroubra nach Bondi haben wir auch noch gemacht. Ich hatte vorgeschlagen, dass wir morgens loslaufen um dann in Bondi zu frühstücken. Ich hatte den Walk ja schon mal gemacht, allerdings bin ich damals in Coogee losgelaufen. Allerdings dachte ich nicht, dass es auch ein ganz schön rechtes Stück von Maroubra nach Coogee ist. Wenn man in Maroubra auf den Klippen steht, dann kommt einem die Entfernung nach Bondi wirklich nicht weit vor. Sind vielleicht so 4km. Der Walk allerdings geht halt durch die ganzen "unzähligen" Buchten. So wurden aus 4km halt leicht mal 8km. Ich glaube viel mehr Buchten hätten es am Schluss nicht mehr sein dürfen, sonst hätte ich wohl nasse Füsse bekommen... So waren wir dann auch froh endlich in Bondi angekommen zu sein. Es war halt doch ein wenig länger als ich zuerst gedacht hatte...In Bondi haben wir uns dann erstmal in eines der vielen Café's gehockt und gefrühstückt. Ich denke das hatten wir uns echt verdient!!! Nach diesem Erlebnis wurde von da an nur noch den Bus genommen.

Am Ende der Woche wurde dann nochmal richtig gefeiert. Zuerst waren wir Kangooroo Steak essen und dann ging es in den Löwenbräu Keller. Dort hatte am Abend zuvor das Oktoberfest angefangen. Dort haben wir uns dann noch mit Warren getroffen. Eigentlich wollten wir ja nur 1-2 Weizen dort trinken gehen, aber es hat uns dann doch so gut gefallen das es dann doch länger wurde. Das Problem ist das es in Sydney wohl fast keine andere Kneipe gibt, wo das Bier noch teurer ist. Aber das erste Weizen hatte halt so gut geschmeckt, dass es bei diesem einen halt nicht geblieben ist und man sich über die Rechnung auch keine Gedanken mehr gemacht hat. Auch als die Rechnung dann kam, weil der Kellner Feierabend gemacht hat, dachten wir noch nicht ans Heimgehen. So wurden dann eben noch ein paar Runden Weizen von der Bar geholt. Als sich der Abend dann dem Ende neigte, waren dann alle auch ganz recht gut bedient.... Allerdings stand uns dann noch ne lange Busfahrt nach Maroubra bevor, mit nem Busfahrer dier nur Vollgas und Vollbremsung kannte. Einer von uns hat diesen Fahrstil dann auch nicht ganz vertragen und musste dann in Maroubra noch den Rasen düngen... Der Highlight dieses Abends war aber noch, als wir von dem "Manager" im Löwenbräu, der kommt aus Friedrichshafen, noch eine Runde Leberkäs mit Brot spendiert bekommen haben. Für mich als Fleischkäsweckle-Liebhaber war das natürlich die Krönung dieses Abends. So toll der Abend auch war, der nächste Morgen war es jedenfalls nicht...

Was gibt es sonst noch über die Woche zu erzählen? Eigentlich vieles, aber das oben genannte waren schon die absoluten Höhepunkte. Ach ja, wenn irgend jemand mal Oz kommt, beginnt nie damit "Caramel Slices" zu essen! Es macht süchtig!!! Das mal nur als kleiner Tipp!

Am Montag sind die beiden dann eben wieder heimgereist(mit mehreren Caramel Slices im Gepäck). Für mich bedeutet das jetzt wieder ganz normaler Alltag. So bin ich jetzt wieder an der Uni. Allerdings bin ich mit nem Kumpel von mir hier auch schon am planen für ne kleine Reise. Wir haben uns gedacht, dass wenn wir ja schon hier "unten" sind, dann könnten wir doch auch mal nen kleinen Abstecher nach Fiji machen. So werden wir beide dann Mitte/Ende Oktober auf nen kleinen Surftripp nach Fiji gehen. Ich hoffe natürlich, dass ich bis dahin wieder uneingeschränkt surfen kann. Aber das wird schon klappen. Die nächste Woche werde ich es mal wieder versuchen.

02.11.2004

Jetzt ist der Oktober auch schon wieder vorbei. Viel zu erzaehlen gibt es allerdings nicht über den Oktober, weil einfach nicht viel passiert ist. Unter der Woche arbeiten und am Wochenende ein wenig die Stadt unsicher machen. Meistens ging es dafür nach Coogee in das Coogee Bay Hotel. Da spielen am Wochenende immer irgendwelche Live-Bands. Mir wurde wurde sogar mal gesagt, dass Nirvana anscheinend mal nen Gig dort gehabt hat. Ob das aber wirklich stimmt, kann ich leider nicht sagen. Es ist jedenfalls als ganz lustig dort.

Anfang des Monats hatte ich dann noch zwei neue Mitbewohnerinnen bekommen, Nadja und Priska. Wir haben dann hier die "Oberes Wiesental WG" in Sydney gehabt. Die beiden haben hier in Sydney einen 4 wöchigen Zwischenstop eingelegt, und sind jetzt gerade wieder weitergereist. So kam es dann auch, dass ich in letzter Zeit hier in Australien eigentlich schon fast mehr Deutsch als Englisch geredet habe, was mir eigentlich schon ein wenig absurd vorkommt. Vor zwei Wochen haben wir dann aber noch einen anderen Mitbewohner bekommen, aus Finnland, Henrik, der gerade hier einen Teil seiner Doktorarbeit macht. So haben wir hier kurzzeitig zu viert in der Wohnung gelebt. Machte aber nichts, weil sie ist ja gross genug. Wir beide verstehen uns eigentlich richtig gut. Was wohl auch daran liegen mag, dass er genauso verrueckt auf das Surfen ist wie ich :) Und wenn wir schon davon reden, ja , ich bin seit Anfang des Oktobers wieder regelmäßig morgens beim surfen. Meine Wunde ist jetzt schon fast wieder verheilt und bin einfach nur froh, dass ich wieder ins Wasser kann. Am Freitag geht es dann jetzt auch endlich nach Fiji :) Wir sind jetzt zu dritt und ich bin mir sicher, dass es echt genial wird. Ich werde euch jedenfalls wissen lassen, wie es uns dann dort so ergangen ist. Im Moment hoffen wir einfach nur, dass die Wellen die richtige Grösse fuer uns haben werden, und wir auch tatsächlich surfen gehen können, denn von uns hat vorher noch keiner ein richtiges Riff gesurft. Ich freu mich jedenfalls einfach nur mal ein wenig Urlaub zu haben.

Jo, und nach dem Fiji aufenthalt, dann sind meine Tage an der UNSW auch schon so gut wie gezaehlt. Ich werde dann das Wochenende drauf noch mit nem Kumpel für 4 Tage nach Melbourne fliegen. So wie die Pläne im Moment sind, werden wir uns fuer 2 Tage ein Auto mieten und dann die Great Ocean Road abfahren. Nach Melbourne bin ich noch fuer ein paar Tage an der Uni und dann werden ein Kumpel und ich noch für 3 Wochen die Ostkueste abklappern, vorausgesetzt wir finden jetzt endlich mal einen fahrbaren Untersatz. Wie ihr seht, steht jetzt noch so einiges auf dem Programm bei mir. Ich war ja bis jetzt noch nicht wirklich aus Sydney draussen. Von dem her freue ich mich jetzt natürlich noch um so mehr, dass ich am Ende meines Aufenthaltes hier doch noch ein wenig zum rumreisen komme.

Ich hab auch nochmal neue Bilder ins Netz gestellt. Ein neues interessantes Bild findet ihr unter "Sonstiges". Da findet ihr ein Bild von unserem ehemaligen Haustier, das wir aber nach kürzester Zeit wieder vor die Tür gesetzt haben!!! War anscheinend nicht giftig! Bin mir da aber nicht so sicher....

Weitere Bilder findet ihr unter "Golfen", war jetzt endlich mal mit nem Kumpel hier auf nem Golfplatz. Das war echt super, und wird aufjedenfall noch einmal wiederholt. Hab ja noch ein paar übrige Golfbälle, die unbedingt noch verloren werden wollen. Das Golfen war schon fast wie Urlaub. Du bist da in einer Millionenmetropole auf so einer Art kleiner "Günen Insel" und es kommt einem eigentlich so vor, dass man irgendwo auf dem Lande einfach ne Runde Golf spielt. Und ab und zu hat man dann aber doch mal wieder einen fantastischen Blick auf die Skyline von Sydney.

Ausserdem hab ich noch Bilder von einem unserem Aufenthalt im Regent Hotel, wo uns unser Weg schon so öfters mal hingeführt hat am Freitag Abend, um ein $5 Steak zu essen und ein Afterwork Bier zu trinken. Ok, ab und zu wurden es auch schonmal zwei Bier...

Absoluter Höhepunkt war dann noch unser Barbecue am Strand von Coogee am Samstag. Davon hab ich natürlich auch Bilder ins Netz gestellt. Hier will ich doch mal einen ganz klaren Pluspunkt von Sydney (und wahrscheinlich auch von ganz Australien) erwähnen. An den meisten Stränden stehen hier öffentliche Barbecues, und nicht nur einer. Da drückt man dann einfach ein Knöpfchen und schwups, schon ist der Grill heiss. Und das OHNE DAS MAN WAS ZAHLEN MUSS!!! Mal ehrlich, in Deutschland wuerde unter nem Euro da sicherlich nichts angehen!!! Wie man an den Gesichtern auf den Bildern von einigen Personen erkennen kann, war der Abend wieder recht lang und verdurstet ist an dem Abend glaube ich auch keiner...

Das war mal wieder das neuste von hier. Ich werde mich aber bald wieder melden, sobald ich von Fiji zurück bin ;)

16.11.2004

BULA!!! (heisst auf Fiji soviel wie "Hallo")
bin seit letztem Donnerstag (leider) wieder zurück in Sydney. Kann nur sagen, dass in der Woche Fiji ziemlich viel passiert ist. Aber ich fange am besten mal ganz am Anfang an.

James und ich hatten recht billigen Flug bei VirginBlue gebucht. Da VirginBlue aber leider keine Direktflüge von Sydney nach Fiji anbieten kann, mussten wir einen Flug über Melbourne buchen. Da der Flug auch schon recht früh am morgen war (6.45Uhr) hiess es für James und mich letzten Samstag also schon um 4.00 Uhr morgens aufstehen um dann mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Die ganze Zeit haben wir uns immer riesig gefreut nach Fiji zukommen, da es an dem morgen in Sydney ziemlich stark geregnet hat und das Wetter für den Rest der Woche auch nicht hätte besser werden sollen. Wie gesagt, die Stimmung bei uns war wirklich bestens. Jo, und so sind wir dann von Sydney in Richtung Melbourne gestartet.... Über Melbourne dann angekommen, mussten wir leider erfahren, dass wir nicht in Melbourne landen können wegen schlechtem Wetter. So hieß es dann für den Flieger umzukehren und wieder nach Sydney zurückzukehren. Dort wurde uns dann gesagt, das für uns leider keine Möglichkeit mehr besteht an diesem Tag nach Fiji zu kommen, und wir erst wieder am nächsten Tag dann über Brisbane fliegen könnten. So sind wir beide dann in den nächsten Bus gestiegen und sind dann wie zwei geschlagene "Krieger" wieder nach Hause gefahren. Ich denke man kann sich vorstellen, wie wir uns gefühlt haben. Ich kann wirklich nur sagen, es ist ein sch... Gefühl, wenn man morgens in aller "Herrgotts"frühe aufsteht, zum Flughafen fährt, einmal ne Runde fliegt und man dann um 10Uhr wieder zum Frühstück zuhause ist.... Stefan, der andere Kumpel der auch nach Fiji mitgekommen ist, hatte zum Glück einen Direktflug von Sydney nach Fiji gebucht bei AirPacific und konnte deshalb schon am Freitag nach Fiji fliegen.

Jedenfalls haben wir es dann am Samstag wieder versucht nach Fiji zu kommen, diesesmal über Brisbane. An diesem Tag lief aber alles glatt, und wir sind dann auch in Fiji gut angekommen. Dort wurden wir auch schon von Leuten vom "Seashell Cove Resort" erwartet, die uns dann zum Resort gebracht haben. Die Fahrt dorthin war recht interessant, weil man schon den ersten Eindruck von dem Lebensstandart dort erhalten hat. Man konnte schon sehen, dass es sich noch um ein Entwicklungsland handelt. Viele Leute leben noch in einfachen Hütten. Dies sieht man vorallem, wenn man dann mal von der Hauptstrasse, die wohl die einzige geteerte Straße in Fiji ist, abfährt. So war der Weg zu unserem Resort dann 11km über nen Weg, der mich eher an einen schlechten Waldweg bei uns zuhause erinnert hat. Im Resort wurden uns dann auch gleich unser "Zimmer" gezeigt, in welchem 10 Betten standen. Zum Glück waren nicht alle belegt. Der erste Eindruck vom unserem Resort war eigentlich ganz ok, meiner Meinung nach. Wenn man halt versucht einen billig Urlaub in einem Entwicklungsland zu machen, dann darf man halt auch von vornhein nicht allzu viel zu erwarten. Ich fand es jedenfalls ganz ok.

So, ich denke von jetzt ab schreibe ich eher mal im Stil von einem Tagebuch,weil so ist es am besten alles zuerzählen, was wir alles gemacht haben:

Sonntag: Für uns Surfer im Resort hies es als früh aufzustehen, denn das Boot das uns zum Riff rausbrachte, fuhr als schon so zwischen 7 und 8 Uhr ab. Für mich war es das erstemal ein richtiges Korallenriff zu surfen. Es war aber einfach fantastisch. Das Wasser hatte so super 25°C und es hat mal wieder richtig gut getan ohne den Wetsuit surfen zu gehen. Das einzig dumme an dem Boottrip zum Riff war aber immer, dass das Boot nicht ganz bis an das Resort ranfahren konnte wegen untiefen, und wir so dann zum Boot rauslaufen mussten (Bilder). Wir wurden immer wieder gewarnt, auf die Stingrays aufzupassen, die es da wohl gehabt hat. War deshalb immer ein mulmiges Gefühl durch das Kniehoche Wasser zu waten. Die Bootfahrt ging dann als noch so gute 30min, vorbei an Tavarua und Cloudbreak (!) (für Surfer ein Begriff, für alle anderen, es ist einfach eine Insel mit zwei ganz bekannten Wellen). An diesem Tag hatten wir uns dann für den Spot „Wilkes“ entschieden. Die Wellen waren ganz ok, nicht zu groß und nicht zu klein. Wir hatten einen riesigen Spass, vor allem, weil wir an diesem Tag nur zu sechst waren, und so jeder genügend viele Wellen abbekommen hat. Der Take-off Spot der Wellen war zum Glück in genügend tiefem Wasser, man wurde dann allerdings recht schnell in ziemlich flaches Wasser getragen. Man musste dann Acht geben, dass man nicht zu lange auf der Welle blieb, um nicht zu riskieren auf das Riff gespült zu werden. Denn ein Fußmarsch über das Riff kann ein paar eklige Schnittwunden mit sich bringen, gell Strefan...J Jedenfalls war es eine geniale Erfahrung, da in der Mitte des Meeres zu sitzen und Wellen zu reiten. Mittags sind wir dann noch nach Nadi gegangen. Das ist glaube ich die zweitgrößte Stadt auf Fiji. Da jedoch Sonntag war, war da nicht allzu viel geboten. Es war auch hauptsächlich nur eine Straße, auf der die ganzen Geschäfte sind, und ansonsten hat Nadi wohl auch nicht mehr zu bieten.

Montag: Auch heute ging es wieder raus zum Riff. Die Wellen waren wieder gleich wie gestern. Wir wollten heute zuerst an einen anderen Spot zum surfen, aber sind dann wieder bei dem gleichen Spot wie gestern geendet. Allerdings waren wir heute so um die 10 Personen und da die Wellen hat nicht so oft kamen wie gestern, war die ganze Atmosphäre nicht mehr ganz so relaxt wie gestern. Konnte mir aber trotzdem ein paar gute Wellen ergattern J Nachmittags wurde dann ein wenig gechilled und in der Sonne gelegen und haben es uns bei ein paar Bieren gut gehen lassen... Außerdem war noch ne Runde Volleyball angesagt, was ich leider schon seit Jahren nicht mehr gemacht habe. Das war es dann auch schon für den Montag.

Dienstag: Da man am Horizont kein Weißwasser erkennen konnte fand heute überhaupt kein Boottrip zu den Riffen statt. Wir haben uns dann entschlossen, ein Auto zu mieten, und mal ein wenig die Insel zu erkunden. Wir haben uns einen kleinen 4WD gemietet, was bei diesen „Straßen“ eigentlich wirklich von Nöten ist, vor allem, weil ja alles aus dem einen Highway, der um die Insel führt, ja nur ungeteerte Wege sind. So sind wir dann an der Südküste entlang bis nach „Suva“ gefahren. Suva ist die Hauptstadt von Fiji. Dort ging es dann auch recht hektisch zu. Insgesamt haben wir dort zwei Stunden verbracht. Ich muss allerdings sagen, viel von der Stadt gesehen haben wir nicht. Aber ich glaube, so viel gab es da auch nicht anzuschauen. Wir haben die meiste Zeit damit verbracht durch ein paar Souvenirläden zu bummeln. So sind wir dann am frühen Nachmittag auch wieder Richtung Seashell aufgebrochen. Der Weg vom Seashell ist zwar gerade mal 150km, aber bei den Strassen und ein Speedlimit von 80km/h dauerte ein Weg gute 3 Stunden. Auf dem Heimweg, haben wir dann noch halt gemacht bei ein paar Dünen. Dort konnte man dann einen Rundweg ablaufen (Bilder). Anscheinend hat es dort auch noch eine ganz große Düne, aber zu der hätte uns der Revierleiter mit dem Auto hinfahren müssen, aber da wir leider schon sehr spät dran waren, konnten wir nur noch den Rundweg machen.

Was auf der Fahrt sehr interessant anzusehen war, dass sich die Vegetation sehr verändert. So ist der Westen der Insel recht trocken, während im Osten der Insel alles recht grün aussieht. Dort regnet anscheinend wohl recht viel im Gegensatz eben zum Westen der Insel.

Mittwoch: Wir hatten es noch mal versucht surfen zu gehen, aber es waren wirklich keine Wellen da, und außerdem war der Wind viel zu stark um zu surfen. So hatten wir an diesem Morgen nur ne kleine Bootsfahrt gehabt. Da wir ja schon wieder recht früh wieder zurück waren, weil wir eben nicht surfen konnten, haben Stefan und ich dann entschlossen uns der „Village Tour“ anzuschließen. Viele der „Fijianer“ des Resorts kommen aus einem Ort in der Nähe des Resorts, und dieser war dann auch das Ausflugziel. Wollte zuerst eigentlich nicht mitgehen, aber im nachhinein war ich dann doch froh mitgegangen zu sein. Es war schon interessant zu sehen, wie die Einheimischen so leben. Die Wohnungen sind eigentlich nur einfache Hütten. Wir konnten dann auch noch eine der Hütten von innen anschauen. Also, viel war jedefalls nicht drinnen. So waren kaum irgendwelche Möbel vorhanden. Zum Abschluss gab es dann noch Kava zum trinken zusammen mit dem Chief des Ortes. Kava ist ein Getränk aus einer Wurzel und wirkt sehr beruhigend. Kava wird immer von Gästen als Geschenk mitgebracht, und wird dann zusammen mit den Einwohnern getrunken. Toll schmeckte es jedenfalls nicht, aber den Einwohnern schmeckte es auch nicht. Konnte man sehr gut an dem „Schweppes“ Gesichtern der Einwohner beim Trinken erkennen.

Am Donnerstag hies es dann wieder Abschied zu nehmen! James musste allerdings schon am Mittwoch abreisen, da er irgendwie Probleme mit der Uni hatte. So musste ich dann alleine den Heimweg antreten, welcher mich diesesmal über Melbourne führen sollte. Ich kann nur eines sagen, es war wieder furchtbar. Ein Direktflug von Fiji nach Sydney braucht ja nur ewta 4 Stunden. Ich war mal wieder über 12Stunden unterwegs. Angefangen hat es damit, dass der Flieger in Nadi verspätet gestartet ist, und dann auch noch verspätet in Melbourne gelandet ist. Dort musste ich ja dann meinen Anschlussflug nach Sydney erreichen. Dies hat allerdings nur geklappt, da es in Melbourne mal wieder wahnsinnig geregnet hat, und der Flieger mit mehr als ner Stunde Verspätung gestartet ist. Jedenfalls war es Stress pur der Tag, und die ganze Erholung im Urlaub war erstmal dahin.

Jo, das war mein Urlaub auf Fiji. Was kann ich sonst noch sagen? Also, mir hat es wirlklich super auf Fiji gefallen. Die ganzen Leute, vorallem im Resort, waren super freundlich. Was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, das halt alles einfach relaxter ist, einfach ausgedrückt in "Fiji-Time", d.h. das die Uhren dort einfach anders und langsamer gehen als sonst, also keine Hektik und kein Stress. Ich würde jedenfalls so einen Urlaub auf Fiji wieder machen. Man darf halt wirklich nicht vergessen, dass man in ein relativ Armes Land reist, und man deshalb nicht allzu viele Ansprüche an die Unterkunft stellen kann, vor allem wenn man versucht, so billig wie möglich zu wohnen.

Was steht bei mir jetzt noch auf dem Programm? Am Freitag geht es für 4 Tage nach Melbourne und dann zur "Great Ocean Road". Was ich danach noch mache, steht noch nicht ganz fest! Eigentlich wollte ich mit Stefan noch die Ostküste abfahren, aber so wie es im Moment aussieht, hat er leider doch keine Zeit dafür. Das wird sich diese Woche noch entscheiden, und dann werde ich nächste Woche mehr wissen, was ich in den letzten Wochen hier in Australien noch machen werde.

24.11.2004

Seit vorgestern bin ich wieder von Melbourne zurück. Ich war dort mit Uwe und meinem finnischen WG-Mitbewohner Henrik. Insgesamt waren wir 4 Tage in Victoria. Bei Aufbruch waren wir alle in Ferienlaune. Die erste Ernüchterung kam dann aber als wir in Melbourne gelandet sind: es hatte gerade mal 10°C! Als kleiner Vergleich, in Sydney konnte ich die Nacht kaum schlafen, weil es einfach zu warm war.

Jedenfalls haben wir uns am Flughafen ein Auto, einen Hyundai Getz in Ferrari-Rot, gemietet und sind dann gleich mal in Richtung Great Ocean Road gestartet, die nicht allzu weit von Melbourne beginnt. Erste Haltestelle war Torquay, dort beginnt auch die Great Ocean Road, um erstmal richtig zu frühstücken. Torquay ist ein kleines "verschlafenes" Örtchen südlichwestlich von Melbourne. Uns allen hat es auch gleich auf Anhieb gefallen. Es ging dann auch gleich mal runter an den Strand. Da die Südküste von Australien bekannt ist für gute Wellen, haben Henrik und ich natürlich auf perfekt geformte Wellen gehofft, auch wenn wir keine Surfboards mitgenommen haben, wollten wir doch wenigstens die Wellen sehen. Die Bilder, die in dem Cafe hingen in dem es Frühstück gab, waren ziemlich vielversprechend. Doch alles was wir vorgefunden haben, war ein Pointbreak an dem die Wellen zwar Perfekt gebrochen sind, jedoch nur ein paar Zentimeter gross waren. Machte aber nichts, da wir es auch so genossen haben endlich mal aus der Großstadt Sydney rauszukommen! Von Torquay aus ging es dann weiter Richtung Westen entlang der Great Ocean Road. Allerdings nicht sehr lange. Henrik und ich konnten es natürlich nicht verpassen, an den Weltberühmten Surfbreak "Bells Beach" zu gehen. Für viele Touristen nur ein Strand von vielen, für Surfer aber ein Mekka! Da die Wellen in Torquay schon nicht besonders gut waren, hatten wir uns auch für Bells Beach keine Hoffnung gemacht die berühmten "Lines" von Bells Beach zu sehen. Jetzt aber genug von dem Surfgeschwafel... Von Bells Beach ging es dann wieder weiter Richtung Westen mit dem Ziel die "12 Apostel". Entlang der Strasse kamen dann immer wieder mal kleinere Ortschaften. Wie gesagt, für uns war es echt genial mal wieder auf dem Lande zu sein. Wir sind auch alle zu dem Schluss gekommen, dass Sydney schon eine super Stadt ist, aber das es auf die Dauer doch zu sehr von Stress und Hektik geprägt ist. Wir haben einfach mal wieder die Ruhe genossen mal in einem Cafe an einer Strasse nen Kaffee zu trinken, ohne das gleich hundert Autos an einem vordonnern. Das Ziel waren eben die "12 Apostel" und da wir nicht vorhatten am gleichen Tag wieder in Melbourne zu sein, haben wir alles ganz gemütlich angehen lassen. Die Great Ocean Road windet sich dann mal lange an den Klippen der Südküste entlang. Ich weis eigentlich gar nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es war einfach genial... Auf der einen Seite hohe Klippen, auf der anderen Seite das türkisblaue Meer... Ich sträube mich im moment ein wenig Vergleiche mit Amerika heranzuziehen (I wonder why!?!) aber man kann die Great Ocean Road dem Pacific Coast Highway in California vergleichen und vice versa. Wer den schon gemacht hat und noch nicht in Australien war, kann sich in etwa ein Bild davon machen, und weis somit auch, dass es eigentlich schon ein "Muss" ist, die Tour zu machen. Eigentlich wollten wir bei Sonnenuntergang bei den 12 Aposteln sein, aber das hat leider nicht geklappt, wir waren viel zu früh dran. Hat aber nichts gemacht, wir haben den Ausblick auch so genossen. Allerdings hat es uns dort fast aus den Schuhen gewindet. Der Anblick war schon grandios! Aber dennoch, es sind halt doch auch nur ein paar Felsen. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass der Anblick der Apostel bei Sonnenuntergang und richtiger Witterung, sprich mal keine Wolken, schon genial ist. Wir haben uns jedoch nicht allzu lange dort aufgehalten, weil es doch ein wenig ungemütlich war mit dem ganzen Wind. Wir waren sowieso ein wenig Power-Touristisch angehaucht. Wir haben uns zwar zeitgelassen, aber die liebsten Möglichkeiten um ein paar Bilder zu machen waren immer die, wo man mit dem Auto hinfahren konnte, und man dann nicht Austeigen musste um ein paar Schnappschüße zu machen ;) Ich denke gewisse Völkergruppen hätten es schwer gehabt mit uns Schritt zu halten... Jedenfalls ging es nach den 12 Apostel dann auf Schlafplatz suche. Wir sind dann in nem Kaff auf der Great Ocean Road gelandet, genannt Warrnambool. Genau, Warrnambool, ich hab da keinen Buchstaben vergessen! Unter insidern auch besser bekannt als "W'bool" ;) Dort haben wir uns Abends auch ein wenig unter das Volk gemischt. Wir waren da in dem Örtlichen "Hotel". Da war wirklich jede Altersgruppe vertreten, was wohl daran lag, das es so das einzigste Pub in der Stadt war. Wir haben dann auch gleich mal nen "netten" Local kennengelernt, der die ganze Zeit meinte er muss uns seinen tollen Bierbauch zeigen... (könnt euch selber ein Bild davon machen bei den Bildern könnt ihr es finden, eklig... aber dachte das kann ich euch nicht vorenthalten) Uns ist dann auch erstmal ganz schnell der Durst vergangen und sind bald mal ins Bett.

Am nächsten Tag ging es dann wieder Richtung Melbourne. Wir sind aber nicht die gleiche Strecke zurückgefahren, wär ja blöd, sondern sind durch das Hinterland zurück gefahren. Viel ist aber nicht passiert, ausser dass wir noch einen Strafzettel kassiert haben! Henrik ist 15km/h zu schnell gewesen. Zum Glück hat ihn der Polizist aber auf 10km/h zurückgestuft. So hat es "nur" $130(~70EUR) gekostet, normal wären es über $200 gewesen. Was mich aber nicht so sehr gewundert hat, weil hier irgendwie alle Geldstrafen immer recht hoch sind. In Sydney zum Beispiel kann Schwarzfahren mit nem Strafzettel von über 300EUR geahndet werden im Vergleich zu Freiburg mit 30EUR. Ach ja, für alle die mal in Australien mit dem Auto rumdüsen wollen, wir wurden geblitz als uns der Polizeiwagen entgegenkam! Ich denke die Kontrollieren alle entgegenkommenden Fahrzeuge und stehen nicht einfach irgendwo versteckt rum so wie in Deutschland.

Jedenfalls waren wir dann gegen Abend in Melbourne. Der erste Eindruck war echt hervoragend. Wir haben uns dann dort in einem Hostel ein Bett genommen, welches genau in der Innenstadt war. Kann ich nur empfehlen für die, die auch mal nach Melbourne reisen wollen, es heißt "Greenhouse". Da es ja auch schon Abend war, sind wir dann gleich mal losgezogen und wolllten die Stadt unsicher machen.Wohl gemerkt, es was Samstagabends. Also sind wir durch die Stadt gezogen in der Hoffnung einen netten Pub zu finden wo was los ist. Jedoch Fehlanzeige. Ich weis nicht, ob wir einfach an den flaschen Stellen gesucht haben, aber wir sind wirklich durch die ganze Stadt getigert, und haben nichts gefunden. Wir sind dann am Ende in einer "Bar" gelandet, wo das Bier zum Glück noch recht billig war. Aber so viel war da auch nicht los. Möchte heute noch wissen, wo die Leute am Samstag Abend da alle hin gehen...

Am Sonntag morgen haben wir dann noch unseren "Ferrari" abgegeben. Ich denke der war recht froh drum... ;) Später haben wir dann mal die Stadt ein wenig genauer erkundet. Zuerst ging es raus nach St. Kilda. Ist ein Vorort von Melbourne und liegt direkt an der Bucht. Ist ein nettes kleines Örtchen, wo man es schon für ne Weile aushalten kann. Mittags ging es dann wieder in die Stadt und habe diverse Sachen angeschaut und gesehen, z.B. das Museum von Melbourne. Aber soviel gab es allerdings nicht zu tun. Wir hatten sogar Zeit am Mittag fiür ein kleines Nickerchen auf das Dach von unserem Hostel zu machen. Danach ging es dann wieder auf Tour und haben uns gedacht, dass wir vielleicht mal einen Blick in das Casino werfen könnten. Das Casino ist jedenfalls ein riesiger Komplex. Henrik und ich konnten der Versuchung wiederstehen zu spielen. Uwe jedoch hat mal nen Dollar investiert in so einen Spielautomaten von dem keiner von uns Ahnung hatte wie er genau funktioniert. Gewonnen hat er jedenfalls nichts. Oder doch, und wir haben einfach nicht geblickt vor lauter Blinkerei am Automaten? Jedenfalls haben wir dann bald mal wieder das weite gesucht und sind wieder in die Innenstadt gegangen. Dort haben wir uns in eine Brauerei gesetzt und ein frisch gebrautes Bier getrunken. Da aber auch an diesem Abend nicht mehr ne tolle Kneipe zu finden war, sind wir auch bei Zeiten wieder im Hostel gewesen.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder mit dem Flieger nach Sydney, jedoch nicht mit dem Flug den wir gebucht hatten. Der Flug wurde ge-canceled. Schon wieder. Muss wohl irgendwie an mir liegen. Mit allen mit denen ich bisher gesprochen habe, die hatten noch nie Probleme VirginBlue. Bin wohl der einzige der Probleme mit der Airline hat. Zum Glück gehen da aber fast flieger im Stundentakt, und so waren wir dann auch nur ne Stunde später wieder in Sydney.

Jo, das war mein Melbourne Urlaub. Hat sich auf jedenfall gelohnt. Vorallem die Great Ocean Road.

Bei mir ist jetzt heute der letzte Tag an der Uni. Morgen geht es auf einen kleinen Surftripp das Wochenende über. Wird wohl meine letzte Möglichkeit sein nochmals so richtig surfen zu gehen. Ich hoffe nur, dass es auch Wellen hat. Am Sonntag werde ich dann mein Board verkaufen, und am Dienstag geht es dann los Richtung Queensland und Whitsundays. Wie es mir da so ergangen ist, werdet ihr wahrscheinlich erst erfahren, wenn ich wieder in Deutschland bin. Aber ich werde dann noch mal nen Eintrag schreiben und ein kleines Resume ziehen von meinem Aufenthalt hier in Oz. Also, bis dann...